Verarbeitung des Abbruchs
Der Abbruch einer Schwangerschaft kann eine schwierige emotionale Erfahrung sein. Auch wenn Sie sicher sind, dass Sie (zum heutigen Zeitpunkt) kein Kind wollen, bleibt eine Abtreibung keine einfache Entscheidung. Deshalb kämpfen viele Frauen mit widersprüchlichen Gefühlen. Auch die hormonellen Veränderungen können dafür sorgen, dass Sie sich noch eine Zeit lang traurig, niedergeschlagen und emotional instabil fühlen.
Es ist wichtig, dass Sie mit Menschen Ihres Vertrauens über Ihre Gefühle sprechen können. Haben Sie niemanden, dem Sie sich anvertrauen können oder möchten? Dann können Sie sich eventuell Hilfe bei einem Psychologen oder Sozialarbeiter suchen.
Sind Sie ungewollt schwanger, aber möchten Sie lieber nicht abtreiben? Dann können Sie sich entscheiden, die Schwangerschaft auszutragen und Ihr Baby zur Adoption oder in eine Pflegefamilie zu geben. Ihr Hausarzt kann Sie dabei unterstützen.
Fühlen Sie sich unsicher oder finden Sie es schwierig, eine Entscheidung zu treffen? Suchen Sie sich Hilfe bei einer spezialisierten Organisation oder reden Sie mit einer Vertrauensperson. Am Behandlungstag können Sie vor dem Eingriff ein ausführliches Gespräch mit einer Krankenschwester führen.
Es ist wichtig, dass 4 Wochen nach der Behandlung eine Nachkontrolle stattfindet. Die Nachkontrolle kann in unserer Klinik oder bei Ihrem (Haus)Arzt durchgeführt werden. Eine Nachkontrolle durch unsere Klinik erfolgt meist telefonisch. Wurde nach der Abtreibung eine Spirale eingesetzt oder hat es Komplikationen gegeben? Dann findet die Nachkontrolle vor Ort in der Klinik statt.
Bei der Nachkontrolle erkundigt sich der Arzt oder die Krankenschwester bei Ihnen, ob Sie sich körperlich gut erholt haben, ob Sie noch Beschwerden haben und wie es Ihnen emotional geht. Wir fragen Sie, wie Sie die Behandlung erfahren haben und ob Sie die Abtreibung gut verarbeiten konnten. Auch die Anwendung von Verhütungsmitteln besprechen wir mit Ihnen.
Unabhängig davon, ob die Nachkontrolle telefonisch oder vor Ort in der Klinik stattfindet, werden die gleichen Themen besprochen. Außerdem wird ein Schwangerschaftstest und ein weiterer Ultraschall gemacht.
Etwa ab der 6. Schwangerschaftswoche (also vier Wochen nach der Befruchtung) kann Herzaktivität festgestellt werden. Das bedeutet, dass sich Zellen gebildet haben, die später das Herz bilden werden. Diese Zellen klopfen und pumpen Blut, bilden jedoch noch kein vollständiges Herz. Dieses ist erst etwa ab der 12. Schwangerschaftswoche voll ausgebildet.